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Im vergangenen Herbst besuchte meine Schwägerin Anneli Ankenbrand mit Ihrem Mann die Toskana. Lesen Sie hier ein paar Eindrücke, die die Beiden gewonnen haben.

Die Toskana ist eine der zwanzig Regionen Italiens. Und diese ist wiederum in zehn Provinzen eingeteilt, welche nach ihren Hauptstädten benannt sind. Sie liegt am Mittelmeer im Nordwesten Italiens und wird flankiert von Ligurien im Norden, Emilia Romagna im Nordosten, Umbrien im Südosten und Latium im Süden. Die westliche Grenze bildet das Ligurische Meer.

Wir erreichen Italien in Chiasso an der Schweizer Grenze. Milano umfahren wir westlich, weiter durch die Po-Ebene an Piacenza vorbei, um vor Parma in Richtung La Spezia nach Süden abzubiegen. Noch ganz unter dem Eindruck der riesigen Felsen des Carrara Massivs erreichen wir die Versilia-Küsten in Marina de Carrara.

Kunst und Kultur, mittelalterliche Städte in romatischer Lage, aber auch Weinberge und Ölbäume, riesige Waldflächen, schöne Strände und nicht zuletzt der weiße Marmor des Carrara prägen das Land.

Unser Domizil während unseres Toskana Aufenthaltes ist das Hotel Joseph in Marina de Pietrasanta.
Lediglich die Strandpromenade trennt uns von dem herrlichen weißen Strand mit der mondänen Seebrücke.
Von unserem Hotel in Marina de Pietrasanta aus, unternahmen wir Ausflüge nach Florenz, Siena und San Gimignano, Elba und Pisa.

Florenz:

Unser Busfahrer, übrigens ein hervorragender Reiseführer, bereitet uns während der Fahrt nach Florenz auf die Parksituation dort vor. Busse kommen im Viertelstundentakt, um ihre Fahrgäste zu bringen und abzuholen. Verweilt ein Bus länger als die bezahlten 15 Minuten auf dem ihm von Parkwächtern zugewiesenen Platz, ist eine Strafe von 100 EUR zu zahlen, die Parkzeiten werden streng überwacht.

„Wer fünf Minuten zu spät kommt, muß singen,
wer zehn Minunten zu spät kommt, muß tanzen,
wer fünfzehn Minunten zu spät kommt, muß singen und tanzen, – und zwar da, wo der Bus gestanden hat“, erklärt uns unser Reiseleiter.

Der Grund dieser von der Stadt ergriffenen Maßnahme wird deutlich, als wir Florenz erreichen. Busse über Busse kommen und fahren wieder ab, unzählige Touristen quellen aus den geöffneten Türen auf die Fußwege, Reisegruppen mischen sich, bis jeder Einzelne seinen Stadführer gefunden hat und dem Fähnchen folgt, das dieser hochhält.

„Um Florenz wirklich kennenzulernen, muß man viele Jahre hier leben“, erklärt uns unser Reiseführer, ein Deutscher, der schon lange hier wohnt und von sich behauptet, immer noch erst einen kleinen Teil dieser beeindruckenden Stadt am Arno zu kennen. Er hat darauf verzichtet, ein Fähnchen oder anderes Zeichen vor sich herzutragen und vertraut darauf, daß die an der Führung Interessierten ihm ohnehin folgen – nicht immer ganz so einfach, aber es funktioniert.

Florenz gilt als Wiege der Renaissance und des Humanismus. Michelangelo, Leonardo da Vinci, Petrarca und Dante wirkten hier.

Die Medici, ursprünglich römische Bankiers, haben Florenz die Ära der Renaissance gebracht. Sie beherrschten Florenz von 1434 bis 1737, als das Großherzogtum Toskana an das Haus Habsburg-Lothringen übergeht.

Unser Reiseführer erspart uns Jahreszahlen und stundenlanges Warten vor den auch im Oktober viel besuchten Touristenattraktionen. Vielmehr erklärt er uns die Bedeutung und Stellung dieser Kulturmetropole für die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung in Europa.

Zahlreiche Hotels in Florenz spiegeln die Beliebtheit bei Touristen und Geschäftsleuten wider. Und auch für Tagungen und Seminare bietet sich Florenz förmlich an.

Vor dem Eingang des Palazzo Vecchio bewundern wir „David“, die weltberühmte Marmorfigur Michelangelos.

Auf der anderen Seite des Eingangs steht die Marmorgruppe „Herkules und Cacus“ von Baccio Bandinelli, die vor einigen Jahren sehr zu Verwunderung der Florentiner und aller anderen Touristen die Touristen aus Japan in ihren Bann zog, David dagegen von ihnen nur am Rande beachtet wurde. Der Sache auf den Grund gegangen stellte sich heraus, daß sich in den japanischen Reiseführern eine Verwechslung der beiden Werke eingeschlichen hatte.
Eine Kopie der David-Figur findet man auch auf der Piazza della Signorina, von wo aus sich ein herrlicher Überblick über Florenz bietet.

Geprägt wird das Stadtbild von der riesigen Kuppel des Doms und dem Turm des Palazzo Vecchio.

An der Via DellÀrianto, die wie das gesamte Einkaufsviertel voller Verkaufsstände ist, finden wir inmitten eines riesigen, ständigen Ledermarktes die Markthalle, die „Mercato Centrale“.

Wir geraten in den Strudel von vielerlei Sprachen, von den unterschiedlichsten Menschen allen Alters, wir tauchen ein in das aufregende Treiben von Händlern, Touristen, Einheimischen, die ihre Einkäufe erledigen. Wir lassen uns gefangen nehmen von der berauschenden Vielfalt des Angebots, von den exquisiten Restaurants mit betörenden Gerüchen, den zahlreichen Stehimbissen, den Spezialitätengeschäften, und nicht zuletzt den vielen Pizzabäckern, von deren Pizzen man anderswo nur träumen kann.

Florenz ist es wert, wiederzukommen.

Autor: Anneli Ankenbrand

Bilder: Anneli Ankenbrand, Tilman Wolf

https://de.wikipedia.org/wiki/Toskana

 

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