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Essen, einst der Hauptstandort der Kohle- und Stahlindustrie in Deutschland, hat sich durch den strukturellen Wandel zu einer Einkaufs- und Dienstleistungsstadt gemausert. Mit heute 585.000 Einwohnern ist Essen die zehntgrößte Stadt Deutschlands.

Das Zechensterben im Ruhrgebiet, einhergehend mit der Schließung der Kokereien, welches bereits Ende der fünfziger Jahre begonnen hat, war wirtschaftlich für Essen eine herbe Krise und selbst heute noch hat man damit zu kämpfen. Für die Bevölkerung allerdings konnte nichts Besseres passieren. Unzählige Tonnen Feinstaub wurden jährlich in die Luft geblasen und verfinsterten buchstäblich den Himmel über Essen. Die Sonne war ein selten gesehener Gast. Die Gesundheitsgefährdung der Bewohner war überdurchschnittlich groß und die Lebenserwartung um Jahre geringer als anderswo.

Heute ist der Himmel über dem Ruhrgebiet wieder blau und aus den alten Zechen sind entweder Kulturdenkmäler entstanden oder durch Umstrukturierung und Neubau neue Gewerbeflächen geschaffen worden. Teilweise wurden die entstandenen Brachflächen auch in Naherholungsgebiete umgewandelt wie z.B. das Alte Krupp-Stahlwerk im Essener Westen.

Als Metropole der Rüstungsindustrie wurde Essen durch die alliierten Kriegsmächte fast vollständig zerstört. Nur wenige historische Gebäude sind erhalten geblieben.

Der Handelshof, als Hotel und Geschäftshaus im Jahre 1911/12 erbaut, konnte nach dem zweiten Weltkrieg ohne wesentliche Veränderungen wieder instand gesetzt werden. Er bildet heute den Eingang zur Fußgängerzone, unmittelbar am Hauptbahnhof gelegen, und beherbergt auch heute noch ein Hotel, Geschäfte sowie Büros.
Die alte Synagoge, in der Reichspogromnacht in Brand gesetzt und im Innern fast vollständig zerstört, überstand den Krieg fast völlig unversehrt und fungiert seit 2010 als Haus der jüdischen Kultur und zeigt in fünf Bereichen Alltag und Tradition jüdischer Gemeinden.
Das Stammhaus der Familie Krupp, erbaut in den Jahren 1818/19 als Aufseherhaus, wurde 1944 durch Bombenangriffe komplett zerstört und im Jahr 1961, anlässlich des 150-jährigen Firmenjubiläums, nach alten Plänen originalgetreu wieder aufgebaut. Es steht auf dem Gelände der ThyssenKrupp AG auf dem sogenannten Krupp-Gürtel. 1873 erfolgte dann der Umzug in ein neues Zuhause hoch über dem Baldeneysee. Eine etwas andere Dimension.
Die Villa Hügel darf natürlich nicht unerwähnt bleiben. Das Anwesen der Industriellen-Familie Krupp wurde 1873 fertig gestellt und verfügt über 269 Räume sowie ein Grundstück von 28 Hektar. Kaiser, Könige und hochrangige Politiker sowie namhafte Unternehmer aus aller Welt wurden hier von der Familie Krupp empfangen. Die Villa Hügel ist heute noch als Einfamilienhaus mit Garten im Bebauungsplan der Stadt Essen eingetragen.

Die Familie Krupp stellte die Villa Hügel nach dem zweiten Weltkrieg der Öffentlichkeit zur Verfügung und seitdem finden dort Konzerte und internationale Ausstellungen statt. Die Villa Hügel kann auch besichtigt werden und es gibt Führungen, welche die Entstehung und den Wandel des Krupp’schen Imperiums verdeutlichen.

Die Margarethenhöhe ist ein reines Wohnviertel in Essen und wurde ebenfalls von der Familie Krupp gestiftet. Der vom Architekten Georg Metzendorf entwickelte Stadtteil wurde zwischen 1906 und 1938 errichtet. Die Margarethenhöhe wurde Heimat für 16.000 Menschen. Obwohl die Grundkonzeption aller Häuser gleich ist unterscheiden sich diese in vielen Details: Erker und Laubengänge, Giebel, Pilaster und Natursteinsockel geben jedem Haus sein eigenes Gesicht. Die Margarethenhöhe beherbergt zusätzlich ein Hotel sowie einen Supermarkt.
Ein Industriemuseum der besonderen Art ist die Zeche Zollverein. Sie war von 1851 bis 1986 ein aktives Steinkohlebergwerk und gleichzeitig auch das größte der Welt. Im Jahre 2001 wurde die Zeche Zollverein mit der daneben liegenden Kokerei sowie den Schachtanlagen 12 sowie 1/2/8 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Die Zeche Zollverein ist das flächenmäßig größte Denkmal der Stadt Essen. Heute dient die Zeche Zollverein als Besucherbergwerk und beherbergt viele Museen und Ausstellungsräume für Gegenwartkunst. Es entstanden auch Räumlichkeiten für Veranstaltungen aller Art.
Der Baldeneysee, wohl nicht nur für die Essener eines der beliebtesten Naherholungsgebiete im Ruhrgebiet. Mit einer Fläche von 2,7 km² und einer Länge von 9,2 km ist er der größte der sechs Ruhrstauseen. Eine ebenerdige Rundstrecke um den Baldeneysee teilen sich Spaziergänger und Radfahrer zu gleichen Teilen mit Skatebord-Fahrern und Joggern. Zahlreiche gastronomische Angebote rund um den See laden zum Verweilen ein. Auch der Sport kommt auf dem Baldeneysee nicht zu kurz. Segeln, rudern, paddeln oder surfen, um hier nur einige zu nennen, runden das Bild ab.
Auch in der Stadt ist für ein umfangreiches gastronomisches Angebot gesorgt und hier sticht wohl die die Rüttenscheider Straße, im Volksmund kurz „ Die Rü“ genannt, besonders hervor. Zahlreiche Restaurants, Bars und Kneipen reihen sich aneinander und abends hat man ohne vorherige Reservierung kaum eine Chance, einen der begehrten Plätze zu ergattern.
Als Beispiel möchten wir hier mal das Restaurant „Pasta & Gamberoni“ nennen. Von außen ähnelt es eher einer Garage als einem Restaurant, innen besticht es aber durch seinen mediterranen Stil. Die Speisekarte hängt in Form von Tafeln an der Wand und zu den wirklich leckeren Gerichten werden passende Weine empfohlen. Lokale Bierspezialitäten werden natürlich angeboten, gehören diese doch zu Essen wie in der Vergangenheit die Kohle. Wer Restaurants mag, in denen es turbulent und teilweise auch sehr eng zugeht, der sollte es nicht verpassen, dieses Restaurant zu besuchen.

Für alle, die es lieber etwas ruhiger mögen: Im wunderschönen Stadtteil Essen-Werden, in unmittelbarer Nähe zum Baldeneysee, befindet sich das Restaurant Schiffers. Eine Speisekarte, die keine Wünsche offen lässt, eine tolle  Auswahl an Getränken und ein stilvoll eingerichtetes Restaurant. Freundliches und kompetentes Personal runden das Angebot ab. Wirklich Genießen – abseits von Hektik und Trubel.

Als Messe- und Kongress-Stadt hat Essen natürlich auch eine große Auswahl an nationalen und internationalen Hotels und bietet sich sowohl für kleinere Events wie Tagungen und Seminare wie auch für Großveranstaltungen förmlich an. Zahlreiche Kongress-Stätten wie das zur Messe Essen gehörende Congress Center Essen (CCE), die Grugahalle, das Haus der Technik, die Universität Essen-Duisburg, das Colosseum Theater, das Welterbe Zollverein und die Philharmonie Essen bieten außergewöhnliche Kongressmöglichkeiten.

Es gibt noch so viel mehr in Essen zu entdecken – probieren Sie es einfach mal aus.

https://www.essen.de/aktuell/portalaktuell.de.html
https://de.wikipedia.org/wiki/Essen
Bilder: Essen Marketing GmbH

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