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Wenn man zu seinem Geburtstag von seinem Sohn zu einem Vater-Sohn-Wochenende eingeladen wird, dann spricht das für ein tolles Miteinander.

Zuallererst stellt sich jedem Prag Besucher wohl die Frage, warum Prag auch die „Goldene Stadt“ genannt wird. Bei genauer Betrachtung gibt es heute kaum noch goldene Dächer, von denen ja immer die Rede ist. Bei schönem Sonnenaufgang bzw. auch Sonnenuntergang lässt sich beim Blick über die Stadt allerdings erahnen, wie es einmal ausgesehen und gewirkt haben muss. Besonders die Sandsteintürme lassen Prag auch heute noch bei Sonneneinstrahlung in Goldtönen schimmern.

Es kursieren witzige Möglichkeiten im Netz, warum Prag als Goldene Stadt bezeichnet wird. Hier mal zwei davon:

Die „Goldene Stadt“ bedeutet, dass Prag ein Goldstück ist. Es ist eine der schönsten Städte der Welt – abgesehen von Paris ….

oder

„Die Goldene Stadt“ rühre von der Farbe des Bieres her, wovon es in Prag wirklich jede Menge gibt und in hunderten von Restaurants, Kneipen und Biergärten leuchtend von den Tischen strahlt. Das ist aber auch wohl eher ein Gerücht.

Realistischer ist die Version, dass Karl der IV. die Türme der Prager Burg im 14. Jahrhundert vergolden ließ. Viele weitere Dächer Prags wurden damals ebenfalls mit Gold verziert und ließen die Stadt in einem besonderen Licht erstrahlen. Das Gold ist überwiegend verschwunden, in schlechteren Zeiten gab es dann doch wohl eine bessere Verwendung dafür.

Prag selbst ist ein Kleinod historischer Gebäude. Und wo rennt der Tourist als erstes hin? Natürlich zur Karlsbrücke. Erbaut im 14. Jahrhundert verbindet die Karlsbrücke die Prager Altstadt mit der Kleinseite. Es ist die älteste erhaltene Brücke über die Moldau, über die der Krönungsweg der böhmischen Könige führte.

Heute ist die Karlsbrücke ein Anziehungspunkt für Touristen aus aller Welt. Schnellzeichner, Modeschmuckverkäufer, Straßenmusiker und Gaukler zieren das Brückenbild. Tagsüber drängeln sich tausende von Touristen auf der Brücke. Und wo sich so viel Gelegenheit bietet sind auch die Taschendiebe gern unterwegs, also gilt unauffällig verhalten und Geldbörsen eher in einer Innen- statt in der Gesäßtasche aufbewahren.

Ein weiteres Muss ist natürlich die Prager Burg, heute Amtssitz des tschechischen Präsidenten. Die Anfänge der Burg lassen sich ins 9.te Jahrhundert zurück datieren. Über die Jahrhunderte hat sich das Aussehen der Burg immer wieder verändert. Das ist den verschiedenen Baustilen der einzelnen Epochen geschuldet und so bildet sie heute das größte geschlossene Burgareal der Welt. Sie diente bis zum Anfang des 20.ten Jahrhunderts als Sitz der böhmischen Herzöge und Könige.
Seit März 1990 findet jeden Tag um 12.00 Uhr im Burghof der Prager Burg, auch Ehrenhof genannt, der große Wachwechsel statt. Ein beliebter Anziehungspunkt für jedermann. Im Burgareal befindet sich die Veitskirche, der barocke Königspalast, das Lustschloss Belvedere, die romanische St. Georgs Basilika, das Goldene Gässchen, dort wohnte im Jahre 1917 im Haus Nr. 22 vorübergehend Franz Kafka, und und und.
Oberhalb der Stadt prangt in unmittelbarer Nähe zum Burggelände der Hanauer Pavillon. Für die landwirtschaftliche Jubiläumsausstellung im Jahre 1891 als Repräsentationspavillon erbaut befindet sich darin heute ein Luxusrestaurant mit einem unvergleichlich schönen Blick über Prag.
Ein weiterer touristischer Anziehungspunkt ist der Altstädter Ring. Dort befindet sich u.a. das Altstädter Rathaus mit seiner astronomischen Aposteluhr wie auch die Teynkirche. Wenzelsplatz, Pulverturm und das jüdische Viertel sind ebenso fußläufig erreichbar wie das Rudolfinum, die spanische Synagoge und die Staatsoper. Gefühlt gibt es tausende historischer Sehenswürdigkeiten. Alle zu erkunden erfordert schon einen längeren Aufenthalt in Prag.

Einen wunderschönen Blick auf Prag haben auch die Passagiere der Moldauschifffahrt.

Darüber hinaus prägt die Gastronomie das Stadtbild erheblich mit. Von einfachen Lokalen über gute Mittelklasse bis hin zur Spitzengastronomie findet man in Prag alles auf engstem Raum und das in großer Anzahl. Aus heutiger Sicht ist Prag immer noch ein preiswertes Pflaster. Während die Preise in der Altstadt sich den westeuropäischen Preisen langsam nähern so purzeln die Preise außerhalb der Altstadt sehr zur Freude der Besucher doch gewaltig nach unten.

Wer Spareribs liebt kommt um das Restaurant U Houdku nicht herum. Dies befindet sich außerhalb des Zentrums in der Nähe des neuen Fernsehturms in Borivojova 693, Prag Zizkov.

Last but not least gibt es in Prag natürlich auch Hotels in allen Kategorien und für jeden Geldbeutel. Tagungen mit einem tollen Rahmenprogramm werden hier zu einem absoluten Highlight.

Text: Christoph Wolf
Bilder:

Bärbel Wolf

Tilman Wolf

Rainer Schütz, kürzlich Prag besucht.

Mehr Informationen über Prag finden Sie unter: https://de.wikipedia.org/wiki/Prag

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